Historisches
 
 

Heimatbuch Eschbronn

Das Heimatbuch für die Gemeinde Eschbronn ist zum Einweihungsfest der Mühlbachhalle am 5. Dezember 1998 herausgegeben worden. Jede Generation möchte erfahren, wie es früher war. Denn wir leben ja nur im Augenblick. Die Geschichte bleibt uns verborgen, wenn sie uns niemand erzählt oder wenn sie nicht überliefert ist. Oder stellen wir uns vor, dass der Kirchturm erzählen könnte. Von vielen Begebenheiten und Veränderungen würden wir dabei erfahren.

Mit viel Ausdauer und Hingabe haben Hubert Klaußner und Ernst Rapp alte Urkunden, Protokolle, Chroniken, Aufschriebe, Erinnerungen und Überlieferungen aufgearbeitet, um uns die Heimatgeschichte lebendig werden zu lassen.


 

Bildband mit Bildern aus vergangener Zeit

Zum 20-jährigen Bestehen der Gemeinde Eschbronn ist ein Bildband mit Bildern aus vergangener Zeit herausgegeben worden. Der Bildband wurde bei der Festsitzung des Gemeinderates am 1. Dezember 1992 erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt. Die Bilder aus vergangener Zeit vermitteln Einblicke in die Geschichte unserer beiden Gemeinden Locherhof und Mariazell. Beim Lesen und Betrachten des Bildbandes erwachen alte Erinnerungen, und Ereignisse werden ins Gedächtnis zurückgerufen. Vieles hat sich in den beiden Gemeinden im Laufe der Zeit verändert.

Mit dem Bildband ist es Altbürgermeister Siegfried Kammerer und Helmut Lehmann gelungen, die vorhandenen Bilderschätze zu finden und so gesammelt für die weitere Zukunft zu erhalten.

 

Die alte Mariazeller Kirchturmuhr

Im Erdgeschoss des Rathauses ist die alte Mariazeller Kirchturmuhr ausgestellt. Es ist eine Leihgabe der Katholischen Kirchengemeinde St. Markus. Die Kirchturmuhr war etwa auf halber Höhe im Kirchturm eingebaut. Die Kirchturmuhr ist im Jahre 1862 durch Großuhrenmacher Roman Burkhart in Deißlingen hergestellt worden. Der Pendel war ursprünglich 3,80 Meter lang. Der Ausschwung lag etwa bei 2,00 Metern. Nach über 100-jähriger Funktion wurde die Uhr durch eine elektrische Turmuhr ersetzt.

Die Kirchturmuhr wurde 1989 vom Kirchturm geholt. Sie musste dazu durch die enge Öffnung der Zugtreppe über der Empore geborgen werden. Die Öffnung war jedoch so klein, daß die Uhr in alle Einzelteile zerlegt werden musste. Die Uhr wurde wieder gangbar gemacht. Einzelne Bauteile mussten durch Handarbeit gefertigt und in das Uhrwerk eingebaut werden. Das Schlagwerk ist noch voll funktionsfähig.

 

"Augenschein" aus dem Jahr 1530

Eine archivarische Kostbarkeit ist die colorierte Federzeichnung "Augenschein" aus dem Jahr 1530. Sie zeigt den damals dem Kloster Rottenmünster gehörigen "Locherhoff" und den Ort "Maryenzell". Die Federzeichnung stammt aus Akten eines beim Reichskammergericht anhängigen Prozesses zwischen dem Kloster Rottenmünster und der Gemeinde Mariazell.
Mariazell ("Maryenzell") und Locherhof ("Locherhoff") sind in ihrem damaligen Erscheinungsbild naturgetreu nachgezeichnet. Der Bewuchs der Flurstücke ist genau festgehalten. Die Kirche zeigt noch den romanischen Baukörper (Umbau 1607). Die Federzeichnung "Augenschein" zählt zu den ältesten Landtafeln aus dem südwestdeutschen Raum. Sie ist die älteste Ansicht der Orte Locherhof und Mariazell.

 

Das alte "Bachhiesle"

Geschichtsträchtig ist das alte "Bachhiesle" in der Schönbronner Straße. Die Umfassungsmauern stammen noch teilweise von der Kapelle, die zum "Unteren Hof" gehörte. Vom den Pfarrern aus Mariazell und Dunningen wurden darin bis zum Jahre 1780 Messen gelesen.
Die Kapelle wurde im Jahre 1804 in ein Backhaus umgebaut.

 

Früher floss das Wasser durch Baumstämme

Auf alte Holzdeicheln stießen im August 2000 Arbeiter bei Drainage-Arbeiten in Oberlocherhof. Vermutlich wurden die hölzernen Rohre als Wasserzuleitungen zu einem Brunnen verwendet. Bis Ende des 19. Jahrhunderts wurden diese Wasserleitungsrohre in mühsamer Handarbeit mit langen Bohrern in mehrere Meter lange Holzstämme gedreht. Die Holzdeicheln wurden als Wasserleitungen dann durch gusseiserne Rohre ersetzt.

 

Keltischer Eisenbarren


Im Sommer 1998 wurde an der Teufenstraße in Locherhof ein keltischer Eisenbarren aus der Vorgeschichte gefunden, der heute im Heimatmuseum Oberndorf a.N. ausgestellt ist.

Es handelt sich um einen eisernen Doppelspitzbarren der jüngeren Latenezeit (300 bis 100 v.Chr.) mit einer Länge von 30 Zentimetern und einem Gewicht von 6,31 Kilogramm. Das Eisen wurde zu dieser Zeit in dieser Barrenform in den Handel gebracht.
War der Einzelfund von Locherhof das Produkt einer in der Nähe liegenden vorgeschichtlichen Eisenproduktion oder eine verlorene Handelsware? Darüber kann nur spekuliert werden.


 

Das "Bauernhaus Mariazell" im Freilichtmuseum Neuhausen ob Eck

Das bis 1994 in Mariazell bestehende Gebäude "Hardter Straße 3" ist als Rekonstruktion des Originalgebäudes im Freilichtmuseum Neuhausen ob Eck wiederaufgebaut worden. Das "Bauernhaus Mariazell" wurde im Freilichtmuseum am 17. Juni 2001 mit einem besonderen Aktionstag feierlich und festlich eröffnet.

Erbaut wurde das Gebäude aus neuem Holz, das aber nach alten Handwerkstechniken bearbeitet wurde. Das Originalgebäude war 1606 ganz aus Holz erbaut worden. Im Erdgeschoss war seit Beginn des 20. Jahrhunderts eine Wagnerei untergebracht. Am 1. April 1998 war das Haus aus Mariazell beim Wiederaufbau im Museum bis auf die Grundmauern abgebrannt. In dreijähriger Bauzeit wurde es fast vollständig originalgetreu wieder hergestellt.
Der Wiederaufbau des Hauses nach alten Handwerks- und Bautechniken orientierte sich am Zustand des Gebäudes im 18. Jahrhundert und stellte für alle Beteiligten eine große und neuartige Herausforderung dar. Auf einem massiv gemauerten Erdgeschoss, das beim Brand einigermaßen intakt übrig blieb, musste das komplette Wohnobergeschoss und der riesige Dachraum mit seinem riesigen Schindeldach vollständig aus neuem Holz rekonstruiert werden. Auch wenn der größte Teil der Originalsubstanz des Gebäudes unwiederbringlich verloren ist, ist das Haus als Rekonstruktion ein beeindruckendes Beispiel alter Handwerks- und Baukunst.
Neben einer kompletten Wagnerwerkstatt im Erdgeschoss finden sich in "s'Wangers Haus", wie es in Mariazell genannt wurde, verschiedene kleinere Ausstellungen und Informationsräume zu den wichtigsten Themen der ungewöhnlichen Haus- und Baugeschichte des Gebäudes.

www.freilichtmuseum-neuhausen.de


 

Der Deisenhof

Der Deisenhof, ehemals "Unterer Hof", ist einer der beiden Ursprungshöfe von Locherhof. Bei dem Deisenhof handelt es sich um das einzige landwirtschaftliche Anwesen in Locherhof, dessen Geschichte sich bis in das 15. Jahrhundert zurückverfolgen läßt.
Am 17. September 1993 hat der Deisenhof einen Denkmalschutzpreis des Schwäbischen Heimatbundes und der Württembergischen Hypo erhalten. Mit der Auszeichnung wurden die Bemühungen der Familie Gottfried Rapp um den Erhalt des Hofes als Kulturdenkmal gewürdigt und anerkannt.

 

Ahnen- und Familienforschung der Familie Dilger.

www.familie-dilger.de

Hauptsächliches Forschungsgebiet ist die ehemalige Herrschaft Schramberg. Dabei natürlich auch viele Daten zu Mariazeller Familien.

 

 

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