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Aus dem Gemeinderat wird berichtet


Zu Beginn der Sitzung gedachte der Gemeinderat dem am 4. August 2026 im Alter von 95 Jahren verstorbenen Mitbürger Josef Benz. Herr Benz war von 1965 bis 1971 Mitglied des Gemeinderates der damals selbständigen Gemeinde Mariazell. Als Baufachmann hat er sein Wissen und seine Erfahrung gewinnbringend für unsere Gemeinde eingebracht. Er hat sich darüber hinaus vielfach in Vereinen und Organisationen engagiert. Bis zuletzt war es ihm wichtig, trotz gesundheitlicher Gebrechen den Kontakt zu seinen Mitbürgerinnen und Mitbürgern zu halten und am Gemeindeleben teilzuhaben.

Vorläufiges Jahresergebnis 2025

Die Ergebnisrechnung für das Jahr 2025 weist momentan ein positives Ergebnis in Höhe von 873.179 € aus. Das sind rund 798.000 € mehr als geplant und 447.000 € mehr als im Jahr 2024. Wesentliche Gründe für dieses positive Finanzergebnis sind höhere Steuereinnahmen (146.000 € mehr als geplant), höhere Einnahmen bei Gebühren und Leistungsentgelten (158.000 € mehr als geplant), höhere Zuweisungen (45.000 € mehr als geplant) und auch höhere Zinsen und sonstige Entgelte (27.000 € mehr als geplant). Auch bei den Aufwendungen ergaben sich Verbesserungen. Während bei den Personalausgaben eine Punktlandung erreicht wurde, liegen die Aufwendungen für Sach- und Dienstleistungen um etwa 155.000 € unter dem Planansatz, die sonstigen ordentlichen Ausgaben um rund 117.000 €. Weil durch die Verschiebung von Investitionen und durch Zuweisungen die geplante Kreditaufgabe nicht notwendig war, konnten auch etwa 60.000 € an Zinsen eingespart werden. Insbesondere dadurch, dass der Kreistag mehrheitlich die Kreisumlage niedriger angesetzt hat als vorgeschlagen, konnten bei den sogenannten Transferleistungen rund 83.000 € eingespart werden.

Die liquiden Mittel lagen zum Jahresbeginn 2025 bei 3,4 Mio. €. In der Planung wurde davon ausgegangen, dass diese bis zum Jahresende weitgehend aufgebraucht sein werden. Durch das positive Ergebnis im Ergebnishaushalt und den Umstand, dass Auszahlungen aus Investitionen erst in Folgejahren 2026 ff. anfielen bzw. anfallen werden, lag die Liquidität zum Jahresende immer noch bei 2,5 Mio. €. Statt der geplanten Investitionen in Höhe von 4,9 Mio. € sind lediglich 3,3 Mio. € für Investitionen abgeflossen.

Haushaltszwischenbericht 2026

Für das laufende Haushaltsjahr 2026 musste ein negatives Haushaltsergebnis eingeplant werden. Die Aufwendungen werden nach dem Haushaltsplan die Erträge um rund 67.000 € übersteigen. Leider kündigen sich Verschlechterungen insbesondere bei der Gewerbesteuer an. Derzeit muss davon ausgegangen werden, dass sich das Defizit auf rund 140.000 € erhöhen wird. Damit lebt die Gemeinde auch in finanzieller Hinsicht von der Substanz.

Durch die Investitionen wie die Kindergartenbaumaßnahme oder die Erschließung des Gewerbegebietes Ziegelhüttenweg ist die Liquidität von 2,5 Mio. € zum Jahresbeginn auf derzeit rund 1,3 Mio. € zusammengeschrumpft. Auszahlungen für die genannten Projekte, aber auch für die Sanierung Ortsmitte Mariazell, für den Festplatz Locherhof oder die Baumaßnahme Ziegelhüttenweg stehen noch aus, aber auch noch Auszahlungen aus bewilligten Zuschüssen, sodass davon ausgegangen wird, dass bis zum Jahresende der geplante Betrag von 332.000 € an Liquidität nicht unterschritten wird.

Festzuhalten ist, dass sich die finanzielle Situation der Gemeinde deutlich verschlechtert hat und die Gemeinde hinsichtlich der finanziellen Belastungen an ihre Grenzen kommt. Im Blick auf zusätzliche Belastungen, die im kommenden Jahr etwa durch die Besteuerung interkommunaler Zusammenarbeit zu befürchten sind, wird die Finanzwirtschaft der Gemeinde zu einer großen Herausforderung.

Entwicklungskonzeption für den Friedhof Locherhof

Auf der Grundlage aktueller Belegungstrends hat der Gemeinderat in seiner letzten Sitzung über die Entwicklung des Friedhofs in Locherhof beraten. Anlass für die Beratung waren erhebliche Verschiebungen hinsichtlich der gewünschten Grabarten. Im Zeitraum 2018 bis 2022 waren etwa 26 % der neu angelegten Grabstellen im Friedhof Locherhof Urnenwahlgräber. Jeweils etwa 18,5 % der neu angelegten Grabstellen waren Urnenreihengräber oder Baumgräber. In den letzten vier Jahren haben die Baumgräber erheblich zugenommen und machen nun etwa 40 % der neu angelegten Grabstellen aus. Die Nachfrage nach Urnenwahlgräber ist mit etwa 25,5 % konstant. Der Anteil der Urnenreihengräber und der Rasengräber liegt jeweils bei etwa 12 %.

Mit diesen Veränderungen reduziert sich auch der Platzbedarf. Künftige Grabstellen sollen daher im alten Friedhofsteil angelegt werden. Um dies zu ermöglichen, sollen Grabstellen, deren Nutzungszeit abgelaufen ist, abgeräumt werden. Dies soll insbesondere im Friedhofsteil unterhalb des Erschließungsweges, der vom Eingang Friedhofstraße zum neuen Friedhofsteil führt, neugestaltet werden, sodass der Zugang zu diesem Teil verbessert werden kann. Mit der Planung und der Kostenermittlung wurde das Büro Burkhard Sandler aus Villingen beauftragt.

Vorgesehen ist, dass Erdgräber im Anschluss an den Härdtnerschen Friedhofsteil angelegt werden. Urnengräber sollen, wenn die jetzige Fläche belegt ist, unterhalb des Erschließungsweges angelegt werden. Zudem soll Vorsorge für weitere Baumgräber geschaffen werden.  

Annahme von Sponsoring

Die EGT Triberg hat ihre Regioprämie 2026 dem neuen Kindergarten Eschbronn gewidmet. Der Gemeinderat hat diese Zuwendung gerne angenommen. Herzlichen Dank für die Unterstützung.

Bekanntgaben

Mobile Geschwindigkeitsüberwachung durch den Landkreis

Im Messzeitraum 10.06.2026, 11:03 - 13:19 Uhr, wurden in Mariazell, K 5563, Locherhofer Straße, Einmündung Dachsbühlweg Geschwindigkeitskontrollen durchgeführt. Es wurden 194 Fahrzeuge in Fahrtrichtung Locherhof gemessen. Es hat eine Beanstandung gegeben, was einer Quote von 0,52 % entspricht. Ein Fahrzeug war zwischen 6 und 10 km/h zu schnell. Die höchste Geschwindigkeit hat 68 km/h betragen.

Im Messzeitraum 30.06.2026, 09:55 - 12:10 Uhr, wurden in Locherhof, K 5563, Mariazeller Str. 102 Geschwindigkeitskontrollen durchgeführt. Es wurden 171 Fahrzeuge in Fahrtrichtung Dunningen und 104 Fahrzeuge in Fahrtrichtung Mariazell gemessen. Es hat 16 Beanstandungen gegeben, was einer Quote von 5,82 % entspricht. 14 Fahrzeuge waren zwischen 6 und 10 km/h zu schnell, zwei zwischen 11 und 15 km/h. Die höchste Geschwindigkeit hat 62 km/h betragen.

Stationäre – Geschwindigkeitsüberwachung - Hardter Straße 67 (K 5563)

Im Messzeitraum 10.06.-30.06.2026 wurden in Mariazell, Hardter Straße 67, Geschwindigkeitskontrollen durchgeführt. Es wurden 32.760 Fahrzeuge in Fahrtrichtung ortseinwärts gemessen. Es hat 73 Beanstandungen gegeben, was einer Quote von 0,22 % entspricht. 52 Fahrzeuge waren zwischen 6 und 10 km/h zu schnell, elf zwischen 11 und 15 km/h, acht zwischen 16 und 20 km/h und einer zwischen 26 und 30 km/h und einer über 31 km/h. Die höchste Geschwindigkeit hat 88 km/h betragen.

Gas und Glas

Diese Woche werden nun endgültig die letzten Anschlüsse im Rahmen des Projekts Gas und Glas installiert. Es hat bezogen auf das Projekt Verzögerungen gegeben, die allerdings nicht nur von der Telekom verursacht wurden, sondern teilweise eben auch der Mitwirkung von Anschlussnehmern geschuldet waren. Im November ist eine Abschlussveranstaltung für dieses besondere Projekt geplant. Auf die Verwaltung kommt jetzt mit der Abrechnung und dem Verwendungsnachweis gegenüber den Zuschussgebern die nächsten Wochen und Monate noch eine heftige und sehr zeitaufwändige Aufgabe zu.

Ausbau Ziegelhüttenweg

Die Firma Stumpp hat angekündigt, dass mit dem Ausbau des Ziegelhüttenweges vom Baugebiet Hoberten IV bis zum Gewerbegebiet Ziegelhüttenweg Mitte Oktober 2026 begonnen werden soll. Das Flurneuordnungsamt hat der Maßnahme zugestimmt und ist bei der Umsetzung behilflich, weil die Wegfläche im Gebiet der Flurneuordnung liegt. Das vereinfacht für die Gemeindeverwaltung manches.